Mei Transferpresse

 

So, jetzt war endlich a bissal Zeit um mich näher mit meiner neuen Transferpress beschäftigen. I hab euch mal die wichtigsten Aspekte zamgschrieben und hoffe, dass i euch einen kleinen Überblick zum Thema geben kann.

 

Mei Augangssituation

Vor a paar Monaten is ja mei Plotterlein bei mir eingezogen und hat mir a völlig neue Welt eröffnet. Mit der Technik an sich war i ja als Designerin scho sehr vertraut, aber mir war ned klar, dass es des ganze auch „für den Hausgebrauch“ gibt. Naja, und dann gings erst richtig rund. Schnell wurden die Ideen mehr und mehr.

 

Des Gfix mit dem Bügeleisen

Ich hab zwar a immer gern und viel mit Vinylfolie gearbeitet, aber die Möglichkeiten mit Flexfolie sand auch sehr sehr groß. Ich hab bis dato meine Flexfolien immer mim Bügeleisen aufgebracht, wobei mei Bügeleisen relativ klein und einfach a Glumb (dt. schlecht) is.

Immer wieder kamen Anfragen von Freunden und Bekannten, ob ich ein T-Shirt, eine Baumwolltasche oder ähnliches verschönern kannt.

I habs natürlich sehr gerne gmacht, aber da war immer so a mulmiges Gfühl. Wird der Druck halten? Wos is, wenn er ned hält? Und so war relativ schnell die Idee von der eigenen Transferpresse geboren.

 

Die Qual der Wahl

Nach der Idee und der Absegnung vom Fuchsn begann das große Googeln. Die groben Richtwerte waren:

  • Budget etwa 300 EUR
  • Druckbereich ca. DIN A4 (passend zum Silhouette Portrait)
  • Robust und mit wertigem Eindruck
  • Bewährte Qualität

Vui (dt. viele) Angebote, grad beim großen Auktionshaus, ham leider an sehr unseriösen Eindruck auf mich gmacht. Unglaubliche Wattzahlen, zu tiefe Preise und keinerlei Erfahrungen beim Googlen ham für mi einfach an faden Beigschmack.

Generell würd i immer empfehlen, beim auserwählten Modell nach Erfahrungsberichten zu suchen. Wenn Google nix zum Thema findet lieber a andere nehmen. Is aber nur mei persönliche Meinung.

 

Die Favoriten

Nach einer gnadenlosen Vorauswahl warn no zwei Presse im großen Finale:

  • HappyPress
  • Hobby Squeezy

 

Hier der direkte Vergleich:

  Happy Press Hobby Squeezy
Leistung 700 Watt 1.000 Watt
Abmessung (HxBxT) 20 cm x 36 cm x 35 cm 18 cm x 37 cm x 40 cm
Gewicht Ca. 11 kg Ca. 10 kg
Heizplattengröße 30 cm x 21 cm 30 cm x 22 cm
Temperatur Unbekannt Max. 220 °C
Preis 249,00 EUR 249,00 EUR
Besonderheit 2 Jahre volle Hersteller-Garantie

Ausgelagertes Bedienteil

Timer

 

So, die Eckdaten sand ja relativ ähnlich. Aber dann kam mir ein typisch bayerischer Feiertag in die Quere: Der Black Friday (*Ironie aus*). Ich hab bei unterschiedlichen Herstellern nachgeschaut bzw. die Hersteller direkt angeschrieben und die Angebote für den Black Friday erfragt: Für die Hobby Squeezy gabs leider kaum a Rückmeldung, aber für die Happy Press hab i schließlich a tolles Angebot bekommen: 10% Rabatt auf die HappyPress und zusätzlich noch 5%-Gewerberabatt.

Da war der Sieger gekürt: Die Happy Press darf nach Niederbayern kommen 🙂

 

Der Sieger

img_9220_500x500Bsonders gfällt mir an der Happy Press die ausgelagerte Bedieneinheit und der große Öffnungswinkel. Normalerweise is des Bedienteil direkt an der Presse, was für d’Handhabung a recht praktisch is, aber leider wird des Bedienteil dadurch dauerhaft großer Hitze ausgesetzt. Der Fuchsn is ja Elektriker und hat mir die Vorteile groß und breit erklärt. Als quasi fast Laie im Bereich Elektrotechnik kann ich eich die genauen Worte nimmer wiedergeben.

Zusätzlich zum ausglagerten Bedienteil gfällt mir der große Öffnungswinkel. Die Presse öffnet fast im 90° Winkel und so hat ma a super Sicht auf die gesamte Arbeitsfläche.

 

Ankunft in Niederbayern

So, das Packerl hat sehr schnell den Weg zu mir gefunden und sowohl die Verpackung als auch die Presse machen an super Eindruck. Alles ausgepackt und erst mal gefreut: Genauso hab ich mirs vorgestellt 🙂

 

Der erste Test

img_9226_500x500Bedienungsanleitung kurz überfolgen und einfach mal eingeschaltet und Temperatur auf 160 °C eingestellt. Des Aufhitzen erfolgt in kurzer Zeit und als ersten Test hab ich mir ein Filzband für an Schlüsselanhänger ausgesucht.

Filzband eingelegt, Flexfolie drauf und presse. Da die Presse keinen Timer hat, hab ich im Kopf die Sekunden gezählt und die Presse wieder geöffnet. Wie vom Folienhersteller empfohlen, hab i die Folie glei abgezogen.

Allein der Unterschied beim Abziehen der Folie war scho unglaublich. Wenn ma mim Bügeleisen aufbügelt, hat ma beim Abziehen der Folie immer no an leichten Widerstand gespürt. Bei der Presse war des ganz andres: Die Folie is mir quasi entgegen gefallen und man hat direkt den Eindruck ghabt, dass der Druck bombenfest hält.

I hab dann no a bissal am Druck rumgefummelt, aber er hat sich auch mit der größten Mühe koa Stückerl bewegt.

 

img_9231_1500x1000
Der Schlüssel zu den Fuchsn hat jetzt einen passenden Schlüsselanhänger

 

No Fragen?

Gerne kinnts in den Kommentaren no Fragen zur Presse posten, ich werd dann so schnell wie möglich antworten.

 

Pfiad Eich,

Hanna

2 Gedanken zu „Mei Transferpresse

  • Dezember 22, 2016 um 4:37 pm
    Permalink

    Grias di Hanna ,

    bei mir is a aso ähnlich mit , beim bügeln hob i des gfui des es ned immer so guad halt !
    Drum überleg i a scho lang ob i mir so a Pressen hol

    GLG aus der Oberpfalz

    Silke

    Antwort
  • Dezember 22, 2016 um 6:03 pm
    Permalink

    Grias Di Silke,

    ja, des ungute Gfühl bleibt einfach immer a bissal. I hab für eine Freundin letzte Woche komplizierte T-Shirts gmacht und sie dann zur Sicherheit no gwaschen … es hat alles gehalten 😀

    Ihr habts in der Oberpfalz ja eh den Nähpark, da würd i mal vorbeischauen. I hab dort meine Overlock gekauft und die Beratung is super 🙂

    Sag Bescheid wennst no Fragen hast
    Pfiad Di aus Niederbayern und liebste Grüße in die Oberpfalz 🙂
    (Mei liebstes Patenkind wohnt ja auch in der Oberpfalz)
    Hanna

    Antwort

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